Die Herausforderung erkennen

Faktoren wie Stress und Arbeitslast wirken sich auf das Kommunikations- und Führungsverhalten der Menschen aus. In vielen Fällen können sie die Auslöser von Ereignisketten sein, die in einer Katastrophe enden. Wir helfen dabei, diese Risikofaktoren zu minimieren.  

Die technischen und pharmakologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben uns ungemein effektive Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten gebracht. Retortenbabys, Transplantationen und Implantatchirurgie sind zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Weniger gerne beschäftigen wir uns aber mit dem »Versagen« der modernen Medizin:

 

  • vergessene Antibiotikaprophylaxe
  • verwechselte Patienten oder
  • übersehene Allergien

Alle relevanten Untersuchungen zeigen, dass 80 Prozent der Katastrophen und ihrer Vorstufen in sogenannten Notechs (nontechnical skills) liegen. Das betrifft alle Branchen, auch die Medizin. Nicht das berufliche Können im technischen Bereich, sondern das Versagen im Kommunikations-, Entscheidungs- und Führungsverhalten gilt als Auslöser fataler Ereignisketten, die in Katastrophen enden können. Wissenschafter haben in vielen Studien nachgewiesen, dass es zumeist systemische Faktoren wie Stress, Arbeitslast oder Zeitdruck sind, die die Fehler auslösen. 

Die erste Branche, die in großem Umfang gezeigt hat, wie sich diese Risikofaktoren erfolgreich minimieren lassen, war die zivile Luftfahrt. Dass diese Konzepte auch in der Medizin erfolgreich eingesetzt werden können, wurde in den letzten Jahren mehrfach bewiesen.