Tipps zur Arbeit mit Checklisten

Checklisten sind ein entscheidendes Werkzeug zur Vermeidung von Fehlern. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps zu ihrer Anwendung in der Praxis. 

Checklisten sind ein unverzichtbares Instrument moderner Konzepte für die Patientensicherheit. Sie stellen ein zentrales Element der seitens der WHO empfohlenen Verfahren zur Minimierung von Risikofaktoren dar.
 

Tipp #1 – Checklisten immer selbst erstellen

Die Listen sollten immer von jenen erstellt und gewartet werden, die sie auch benützen. Nur dann werden sie akzeptiert und können den erwünschten Sicherheitseffekt erzielen. In jedem Fall sollten alle beteiligten Berufsgruppen in die Erstellung miteinbezogen werden.

 

Tipp #2 – In der Kürze liegt die Würze

Checklisten, die der Sicherheit dienen, sollten nur kritische Punkte enthalten. Als kritisch werden all jene Punkte bezeichnet, die zu Schaden führen, wenn sie nicht korrekt abgehandelt werden. Wichtig sind viele Punkte – aber gefährlich nur wenige.

 

Tipp #3 – Exaktes »Wording« verwenden

Anweisungen wie »Überprüfe Namen des Patienten« sind zu allgemein und lassen viele Fragen offen: Wie soll der Name überprüft werden? Deshalb muss genau festgelegt werden, wer fragt, wie die Frage lautet, wer antwortet etc. 

Beispiel aus dem präoperativen Team-Time-Out: 

Beidienst/Springer: »Name des Patienten?«
Anästhesie: überprüft und antwortet: »Hans Müller«
Beidienst/Springer, nach Überprüfung anhand eines Dokuments (z.B. OP-Programm): »Bestätigt!« 

Dieses »Wording« ist in jedem Fall und von jedem Team eins zu eins einzuhalten.

Nur so gewährleistet man die Chance auf mehr Sicherheit. Wenn das Vorgehen zum Ritual wird, ist das Werkzeug erfolgreich implementiert.